Die Marketenderinnen erinnern an die historischen Begleiterinnen der Kompanie, in erster Linie bei Feldzügen. Sie fuhren mit ihren Planwagen hinter den Soldaten her und versorgten sie mit allen Dingen des täglichen Lebens, um die sich die Herren im Kriegsalltag nicht kümmern konnten. Sie bekochten die Herrschaften, sorgten für Nachschub und waren auch für den Zustand der Uniformen mit verantwortlich.

Heute ist es nicht anders: Ohne die Marketenderinnen wäre die Garde nur die Hälfte wert. Sie verpflegen die Truppe bei Auftrittsfahrten mit Speis und Trank, sind auf den Bühnen unentbehrlich wenn helfende Hände benötigt werden und natürlich haben die charmanten Helferinnen immer Nähzeug an der Frau, wenn den Herren der Schöpfung mal wieder ein Knopf oder eine Schulterklappe abgerissen ist. Symbolisch tragen sie ein Schnapsfässchen an einem Lederriemen über die Schulter, das heute aber aus hygienischen Gründen leer ist. Bei eigenen Veranstaltungen übernehmen sie die komplette Organisation der Verpflegungsstationen. Sie sind natürlich nicht zwingend mit einem Funken liiert, sondern es kann sich jede Dame den Marketenderinnen anschließen, die Spaß am uniformierten Brauchtum hat ohne auf der Bühne das Tanzbein schwingen zu wollen.